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Reisetag in die Namib

Auf der heutigen Reise vom Fish River Canyon zu Sossusvlei haben wir nicht viel Zeit für andere Aktivitäten erübrigen können. Zudem mussten wir ja noch einen Umweg vom 100km machen um unser neues Ersatzrad in Keetmanshoop abzuholen.

Alles in allem waren das dann 600km. 400km davon über Schotter oder Sandpiste. Die endlose Weite von Namibia hat sich uns in voller Deutlichkeit gezeigt. Die einsame, unwirtliche aber wunderschöne Landschaft zog an uns Stunde um Stunde vorbei. Immer wieder mussten wir anhalten um Tiere über die Straße zu lassen oder mit den Tieren unseren Photoapparat zu füllen.

Auf den letzten 200km wurde die Landschaft zusehends trockener. Wir hätten nicht gedacht, dass dies noch möglich ist. Aber nicht weniger faszinierend oder mit weniger Tieren. Im Gegenteil scheinen die Tiere hier sehr erfolgreich, wo ihnen der Mensch weniger Konkurrenz macht.

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann in unserem Desert Camp angekommen. Eine kleine Hütte, wieder aus viel Zeltstoff, nur für uns. Mit Grill und Terrasse. Genau das Richtige für uns. 🙂

Nicht enden wollende Pisten

Nicht enden wollende Pisten

Malerische Berge

Malerische Berge

Unsere Hütte im Desert Camp

Unsere Hütte im Desert Camp

Unsere Aussicht von unserer Terrasse im Desert Camp

Unsere Aussicht von unserer Terrasse im Desert Camp

Plattfuß am Fish River Canyon

Auch heute sind wir sehr früh aufgebrochen um vom Canyon Road House zum Fish River Canyon zu fahren. Noch mehr Piste, doch diesmal weniger Schotter, dafür mehr Sand und Staub. (Hust)

Der Canyon ist es wirklich wert besucht zu werden und muss sich in keinster Weise vor dem Grand Canyon verstecken. Für eine Tagestour ist es untersagt hinunter in den Canyon zu steigen. Doch wenn man fünf Tage Zeit hat (und verrückt genug ist) kann man hinunter steigen und von Hobas bis Ais Ais fünf Tage lang am Grund des Canyon entlang wandern.

Wir haben es vorgezogen am Canyon entlang zu fahren. Nach ein paar Kilometern wird die Piste so schlecht, dass man nur noch mit Allrad weiter kommt. Doch es lohnt sich. Nicht nur wird man mit tollen Aussichten belohnt. Das ganze Gebiet ist ein neu erschlossener Naturpark. Fast hinter jeder Kuppe gibt es Tiere zu sehen. Bergzebras, Oryxe, Klippenspringer und sehr viel Strauße. Wir haben uns sagen lassen, dass es sogar einen sehr hohen Bestand an Leoparden hat. Leider haben wir keinen gesehen.

Fish River Canyon

Fish River Canyon

Fish River Canyon

Fish River Canyon

Nach 14km hört die Piste dann auf und wir müssen umkehren. Insgesamt haben wir für die 28km hin und zurück über zwei Stunden gebraucht.

Kaum sind wir auf die reguläre Piste zurück gekehrt ereilt uns mit einem lauten Knapp das Schicksal. Von unserem rechten Hinterreifen ist nicht viel übrig geblieben. Zum Glück hatten wir einen Ersatzreifen und gutes Werkzeug dabei. Nach 45 Minuten Staub und Sonne tanken, sind wir wieder fahrbereit. Wer glaubt, dass ist lange fürs Reifenwechseln, der mach das mal bei der Hitze und an einem Toyota 4×4.

Morgen dürfen wir noch mal nach Keetmanskoop zurück fahren und unseren neuen Reifen abholen. Schließlich wollen wir noch ein paar Kilometer auch in schwer zugänglichem Gelände zubringen. Wobei wir uns schon fragen, was wir tun würden, wenn wir später im Etoscha Nationalpark, in dem man das Auto nicht verlassen darf, eine Panne haben sollten…

Sobald wir wieder gut gerüstet sind, geht es weiter in die Wüste Namib.

Reifenwechsel unter extremen Bedingungen

Reifenwechsel unter extremen Bedingungen